Glossar: Camper-Ausbau von A bis Z

67 Begriffe rund um Ausbau, Elektrik, Gewicht und Zulassung, kurz erklärt und mit Link zum passenden Ratgeber.

A

Abwassertank
Tank für Grauwasser aus Spüle und Dusche. Er wird an Entsorgungsstationen geleert, nie in die Natur. Mehr dazu
Achslast
Gewicht, das auf einer Achse lastet. Jede Achse hat eine eigene zulässige Achslast in der Zulassungsbescheinigung. Lasten hinter der Hinterachse belasten diese stärker als ihr eigenes Gewicht. Mehr dazu
AGM-Batterie
Blei-Batterie, bei der der Elektrolyt in Glasfaservlies gebunden ist. Wartungsarm, aber schwerer als LiFePO4 bei gleicher nutzbarer Kapazität. Mehr dazu
Airline-Schiene
Ankerschiene mit Lochraster, die an Boden oder Wand verschraubt wird. Fittings rasten darin ein und halten Möbel, Gurte oder Ladung. Praktisch für herausnehmbare Möbel. Mehr dazu
Alubutyl
Selbstklebende Matte aus Butylkautschuk mit Alukaschierung. Sie dämpft das Dröhnen großer Blechflächen, ist aber keine Wärmedämmung. Mehr dazu
Amperestunde (Ah)
Einheit für die Ladung einer Batterie. Multipliziert mit der Spannung ergibt sie die Energie in Wattstunden, etwa 100 Ah × 12 V = 1.200 Wh. Mehr dazu
Aufbaurichtlinie
Herstellerdokument für Auf- und Umbauer. Es zeigt, wo gebohrt, geschnitten und befestigt werden darf und welche Lasten zulässig sind. Mehr dazu
Auflastung
Offizielle Erhöhung der zulässigen Gesamtmasse, meist mit technischen Änderungen, Gutachten und Änderung der Papiere. Mehr dazu

B

Batteriemonitor
Messgerät, das über einen Shunt den Strom in und aus der Batterie misst und daraus den Ladezustand berechnet. Mehr dazu
BMS
Batteriemanagementsystem. Überwacht bei Lithium-Batterien Zellspannungen, Strom und Temperatur und schaltet bei Grenzwerten ab. Mehr dazu

C

CEE-Stecker
Robuste Steckverbindung für Landstrom auf Campingplätzen. Für 230 V meist in Blau. Mehr dazu
CO-Melder
Warnt vor Kohlenmonoxid, einem geruchlosen Gas, das bei Verbrennung entstehen kann. Pflicht für die eigene Sicherheit bei Heizung und Gas. Mehr dazu

D

D+ Signal
Schaltsignal, das anzeigt, dass der Motor läuft. Ladebooster nutzen es, um nur während der Fahrt zu laden. Mehr dazu
Dachlüfter
Öffnung im Dach mit Deckel, oft mit Ventilator. Führt warme, feuchte Luft nach außen. Mehr dazu
Dampfbremse
Schicht, die das Eindringen von Wasserdampf in die Dämmung bremst. Ob und wie sie sinnvoll ist, hängt vom Dämmstoff ab. Mehr dazu
Dieselheizung
Luftheizung, die aus dem Fahrzeugtank Diesel verbrennt. Abgas und Verbrennungsluft laufen getrennt vom Innenraum. Mehr dazu
DVGW G 607
Technische Regel für Flüssiggasanlagen in Fahrzeugen. Grundlage der Gasprüfung, die vor der ersten Inbetriebnahme, nach Änderungen und danach alle 24 Monate fällig ist. Mehr dazu

E

Einschraubmuffe
Metallhülse mit Innengewinde, die ins Holz gedreht wird. Maschinenschrauben halten darin fest und lassen sich oft lösen. Mehr dazu
EU-Heimtierausweis
Reisedokument für Hunde, Katzen und Frettchen in der EU, ausgestellt von ermächtigten Tierärzten. Er dokumentiert unter anderem die Tollwutimpfung. Mehr dazu
EU-Roaming
Telefonieren und Surfen in anderen EU-Ländern zu Inlandspreisen. Gedacht für Reisen, die Schweiz gehört nicht dazu. Mehr dazu
Explosionszeichnung
Darstellung, bei der die Teile eines Möbels auseinandergezogen gezeigt werden, damit man sieht, wie sie zusammengehören. Mehr dazu

F

FI-Schutzschalter
Fehlerstrom-Schutzschalter in 230 V Anlagen. Trennt den Stromkreis, wenn Strom über einen falschen Weg abfließt. Mehr dazu
Frischwassertank
Tank für Trinkwasser im Fahrzeug, idealerweise frostgeschützt im Innenraum und tief zwischen den Achsen. Mehr dazu

G

GO-Maut
Fahrleistungsabhängige Maut in Österreich für Kraftfahrzeuge über 3,5 t technisch zulässiger Gesamtmasse, auch für schwere Wohnmobile. Abgerechnet wird über die GO-Box. Mehr dazu
Grauwasser
Abwasser aus Spüle und Dusche. Es gehört in Entsorgungsstationen auf Camping- oder Stellplätzen, nicht in den Gully. Mehr dazu

H

Hauptsicherung
Sicherung direkt an der Batterie, die die Hauptleitung vor Kurzschluss schützt. Mehr dazu
Heckgarage
Stauraum unter einem hoch gebauten Bett im Heck, von den Hecktüren aus zugänglich. Mehr dazu
Hochdach (H2)
Dachhöhe eines Kastenwagens. H1 ist niedrig, H2 erlaubt bei vielen Modellen Stehhöhe für viele Menschen, H3 noch mehr. Mehr dazu
Hochdachkombi
Kleines Nutzfahrzeug oder Pkw mit hohem Dach und großem Kofferraum. Mit einer Schlafbox wird daraus ein Minicamper. Mehr dazu

K

Kastenwagen
Geschlossener Transporter ohne Fenster im Laderaum. Häufigste Basis für Selbstausbauten. Mehr dazu
Kinderrückhalteeinrichtung
Kindersitz, der den europäischen Anforderungen genügt. Pflicht für Kinder unter 12 Jahren, die kleiner als 150 cm sind (§ 21 StVO). Mehr dazu
Kondenswasser
Wasser, das entsteht, wenn feuchte Luft an kalten Flächen unter den Taupunkt abkühlt. Mehr dazu

L

L2, L3
Längenklassen von Kastenwagen. L2 ist mittellang, L3 lang. Die genauen Maße unterscheiden sich je Hersteller. Mehr dazu
Ladebooster
Lädt die Aufbaubatterie während der Fahrt aus der Lichtmaschine mit geregelter Ladekennlinie. Mehr dazu
Landstrom
230 V Anschluss auf dem Campingplatz oder zu Hause. Die Installation im Fahrzeug gehört in die Hände einer Elektrofachkraft. Mehr dazu
Lastindex
Kennzahl auf dem Reifen für dessen Tragfähigkeit, etwa 109 für 1.030 kg pro Reifen. Mehr dazu
LiFePO4
Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Leicht, zyklenfest, mit BMS. Viele Modelle dürfen unter 0 °C nicht geladen werden. Mehr dazu

M

Masse in fahrbereitem Zustand
Gewicht des Fahrzeugs laut Papieren mit Fahrer und teilweise gefülltem Tank nach EU-Definition. Grundlage für die Zuladungsrechnung. Mehr dazu
Minicamper
Kleiner Camper mit Bett und einfacher Küche, oft mit herausnehmbarem Modul. Ein Steckmodul ist Ladung und muss gesichert werden. Mehr dazu
MPPT-Laderegler
Solarladeregler, der den optimalen Arbeitspunkt der Module sucht und so mehr Energie in die Batterie bringt als einfache Regler. Mehr dazu
Multiplex
Sperrholz aus vielen dünnen Furnierlagen, oft Birke. Stabil mit gutem Schraubenhalt, aber schwerer als Pappelsperrholz. Mehr dazu

N

Nietmutter
Gewindehülse, die in ein Bohrloch im Blech gesetzt und von hinten verpresst wird. Gibt dünnem Blech ein belastbares Gewinde, etwa M6. Mehr dazu

P

Pappelsperrholz
Leichtes Sperrholz aus Pappelfurnier, Standardmaterial für Campermöbel. Rohdichte laut Herstellern etwa 410 bis 450 kg/m³. Mehr dazu
Plattenplan
Aufteilung der Zuschnittteile auf Rohplatten, damit möglichst wenig Verschnitt entsteht. Mehr dazu
Powerstation
Mobiler Akku mit Laderegler und Wechselrichter in einem Gehäuse. Ohne Einbau nutzbar. Mehr dazu
PSVA
Pauschale Schwerverkehrsabgabe der Schweiz für Fahrzeuge über 3,5 t, etwa schwere Wohnmobile. Sie gilt auf allen Straßen und für jeden Aufenthaltstag. Mehr dazu
Push-Lock
Druckknopfverschluss für Möbelfronten. Hält Türen und Klappen während der Fahrt zu. Mehr dazu

Q

Querbett
Bett quer zur Fahrtrichtung im Heck. Spart Länge, passt aber nur, wenn die Fahrzeugbreite zur Körpergröße passt. Mehr dazu

R

Radkasten
Ausbuchtung über den Rädern im Laderaum. Begrenzt die nutzbare Breite am Boden. Mehr dazu
Rippe
Senkrechte Verstärkung der Karosseriewand. Typischer Befestigungspunkt für Möbel über Nietmuttern. Mehr dazu

S

Sammelschiene
Metallschiene, auf der mehrere Leitungen gleicher Polarität zusammenlaufen. Ordnet die Verdrahtung. Mehr dazu
Schneekettenpflicht
In der Schweiz zeigt ein Signal an, wann Ketten montiert sein müssen. In Österreich ersetzen Ketten auf zwei Antriebsrädern bei geschlossener Schneedecke die Winterreifen. Mehr dazu
Shunt
Messwiderstand in der Minusleitung der Batterie. Grundlage für die Strommessung des Batteriemonitors. Mehr dazu
Spannungsfall
Verlust an Spannung auf einer Leitung. Er wächst mit Strom und Länge und sinkt mit größerem Querschnitt. Mehr dazu
Standheizung
Heizung, die unabhängig vom Motor läuft, zum Beispiel mit Diesel oder Gas. Mehr dazu

T

Taupunkt
Temperatur, bei der Luft so weit abgekühlt ist, dass ihre relative Feuchte 100 Prozent erreicht. Kältere Flächen werden nass. Bei 20 °C und 60 Prozent Feuchte liegt er bei etwa 12 °C. Mehr dazu
Technisch zulässige Gesamtmasse
Vom Hersteller festgelegte Höchstmasse, Feld F.1 der Zulassungsbescheinigung. In Österreich entscheidet sie zwischen Vignette und GO-Maut. Mehr dazu
Trenntoilette
Toilette, die Urin und Feststoffe getrennt sammelt. Kommt ohne Chemie aus und riecht bei guter Lüftung kaum. Mehr dazu

V

Vignette
Nachweis der Benutzungsgebühr für Autobahnen, in Österreich und der Schweiz für Fahrzeuge bis 3,5 t. Es gibt sie als Klebevignette oder digital. Mehr dazu

W

Wattpeak (Wp)
Leistung eines Solarmoduls unter Standard-Testbedingungen. Im Alltag liefert ein Modul meist weniger. Mehr dazu
Wattstunde (Wh)
Einheit für Energie. Ein Gerät mit 10 W, das 5 Stunden läuft, braucht 50 Wh. Mehr dazu
Wechselrichter
Wandelt 12 V Gleichspannung in 230 V Wechselspannung. Für empfindliche Geräte mit reiner Sinusspannung. Mehr dazu
Wohnmobilstellplatz
Platz zum Übernachten im Fahrzeug, meist einfacher als ein Campingplatz. Was erlaubt ist, regelt der Betreiber. Mehr dazu

Z

Zuladung
Zulässige Gesamtmasse minus tatsächliches Gewicht. Was übrig bleibt für Personen, Wasser und Gepäck. Mehr dazu
Zulässige Gesamtmasse
Maximales Gewicht des beladenen Fahrzeugs laut Zulassungsbescheinigung. Mehr dazu
Zurrpunkt
Ab Werk vorhandener Befestigungspunkt im Laderaumboden, ursprünglich für Ladungssicherung. Mehr dazu
Zwangsbelüftung
Dauerhaft offene Lüftungsöffnungen in Fahrzeugen mit Gasanlage. Dürfen nie verschlossen werden. Mehr dazu

Begriff fehlt? Schlag ihn im Feedback-Board vor, dafür gibt es Werkstattpunkte.