Werkzeug für den Ausbau: die Grundausstattung

Das Wichtigste in Kürze
- Akkuschrauber, Stichsäge, Messwerkzeug und Zwingen sind die Basis.
- Für Blech brauchst du HSS-Bohrer, Entgrater und Rostschutz.
- Teure Spezialwerkzeuge leihen oder Zuschnitt beim Händler machen lassen.
- Schutzbrille und Gehörschutz gehören immer dazu.
Inhalt dieses Artikels
Für einen Selbstausbau brauchst du keine Profi-Werkstatt. Mit einer überschaubaren Grundausstattung baust du Möbel, setzt Nietmuttern und verdrahtest die Elektrik. Teures Spezialwerkzeug für einmalige Arbeiten leihst du dir besser.
Messen und Anzeichnen
- Zollstock, Maßband, Anschlagwinkel, Wasserwaage oder Kreuzlinienlaser
- Bleistift, Malerkrepp, Pappe für Schablonen
Holzbearbeitung
- Akkuschrauber, am besten mit zweitem Akku
- Stichsäge mit Feinschnitt- und Metallblättern
- Handkreissäge mit Führungsschiene für gerade Schnitte, oder Zuschnitt beim Händler
- Schwingschleifer oder Exzenterschleifer
- Zwingen, mindestens vier
- Optional: Oberfräse für Kanten und Nuten, Topfbandbohrer 35 mm
Metall und Karosserie
- Metallbohrer HSS, Entgrater, Feile
- Nietmutter-Setzzange für M5 und M6
- Stichsäge mit Metallblatt oder Nibbler für Fensterausschnitte
- Rostschutzgrundierung oder Zinkspray
Elektrik
- Abisolierzange und Crimpzange mit passenden Einsätzen
- Multimeter
- Heißluftföhn für Schrumpfschlauch
- Seitenschneider
Welcher Querschnitt nötig ist, rechnet der Kabelquerschnitt-Rechner.
Schutz
Schutzbrille, Gehörschutz und eine Staubmaske gehören zur Grundausstattung, nicht zu den Extras. Beim Schleifen von Lacken und beim Arbeiten mit Klebern und Dichtmassen hilft gute Lüftung.
Leihen statt kaufen
Viele Baumärkte und Werkzeugverleiher bieten Geräte tageweise an. Das lohnt sich für Werkzeug, das du nur einmal brauchst. Ein einheitliches Akkusystem spart Geld, weil du Akkus und Ladegerät nur einmal kaufst.
Jeder unserer Baupläne enthält eine eigene Werkzeugliste für genau dieses Möbel.

Sicher arbeiten im und am Fahrzeug
Trenne vor Arbeiten an der Karosserie die Starterbatterie, wenn du in der Nähe von Kabelbäumen bohrst, und prüfe hinter jedem Blech, was dort verläuft. Bohre mit kleinem Durchmesser vor und arbeite dich hoch. Halte beim Arbeiten auf dem Dach eine sichere Leiter oder ein Gerüst bereit, und arbeite nie allein auf dem Dach. Ein Feuerlöscher in Griffweite gehört bei Schleif- und Metallarbeiten dazu.
Was du zuerst kaufen solltest
Fang mit Akkuschrauber, Bohrern, Stichsäge, Maßband und Zwingen an. Damit kommst du durch den Rohbau und die ersten Möbel. Die Nietmutterzange brauchst du, sobald Befestigungspunkte gesetzt werden, die Crimpzange erst mit der Elektrik. Eine Führungsschiene für die Handkreissäge lohnt sich, wenn du viele lange, gerade Schnitte selbst machst. Andernfalls lässt du beim Händler zuschneiden und brauchst die Säge kaum.
Arbeitsplatz einrichten
Eine stabile Arbeitsfläche ist wichtiger als jedes Spezialwerkzeug. Zwei Böcke mit einer Platte und einigen Zwingen reichen aus. Arbeite möglichst außerhalb des Fahrzeugs, damit Staub und Späne nicht in Ritzen und Dämmung landen. Ein Werkstattsauger hält den Van sauber und ist beim Fensterausschnitt unverzichtbar.
Akkus und Pflege
Akkus lagerst du trocken und nicht bei Frost. Scharfe Sägeblätter und Bohrer schneiden sauberer und sicherer als stumpfe, ein Satz Ersatzblätter spart Ärger.
Kurz-Checkliste
- Akkuschrauber mit zwei Akkus
- Stichsäge mit Holz- und Metallblättern
- Bohrer für Holz und Metall, Senker, Entgrater
- Nietmutterzange und Crimpzange
- Multimeter
- Schutzbrille, Gehörschutz, Maske
Quellen
- DGUV Information 209-001: Arbeiten mit Handwerkzeugen (PDF)
- DGUV Information 203-005: Auswahl und Betrieb ortsveränderlicher elektrischer Betriebsmittel (PDF)